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Draußen im Grünen

Vielen ist das Kohlberghaus in Altena als Pflegeeinrichtung für Bewohner und Bewohnerinnen mit psychischen und geistigen Beeinträchtigungen bekannt. Andere mögen noch nie von ihm gehört haben – dabei lohnt es sich, ihm einen Besuch abzustatten.

Zu den Angeboten, die von den Bewohnerinnen und Bewohnern des Kohlberghauses wahrgenommen werden können, zählen unter anderem verschiedene Aktivitäten im Außenbereich der Einrichtung. So gibt es Sitzmöglichkeiten, einen Basketballkorb und Tischtennisplatten, die bei schönem Wetter gerne genutzt werden.

In der Gartengruppe, begleitet von den Betreuungskräften Claudia Wender-Richter und Markus Schaefer, werden beispielsweise Beete bepflanzt und Unkraut gejätet. Es wurde ein Kräutergarten angelegt, für den die Besorgungen gemeinsam von Bewohnern und Betreuenden getätigt wurden. Die Bemalung des hauseigenen Bauwagens zählt zu den Vorhaben, die im Außenbereich für die Zukunft geplant sind. Als besonderes Zeichen des Danks für die tatkräftige Unterstützung, die sie im Außenbereich geleistet haben, fuhren die Bewohner zuletzt in eine Zirkusvorstellung nach Hagen. Dazu hatte der Mitarbeiter Daniel Pamin, der sich in besonderer Weise im Zirkus engagiert, sie eigens eingeladen.

Herr Pamin leitet verschiedene Arbeiten im Außenbereich an, die unter anderem das Versorgen der Tiere, das Mähen des Rasens und das Schneiden der Hecke umfassen. Einige Bewohner erledigen sorgfältig zahlreiche Aufgaben und übernehmen diese teils auch eigenständig. Die Tiere des Kohlberghauses wollen versorgt werden, so warten täglich Ziegen, Hühner, Gänse und Kaninchen darauf, dass sie gefüttert werden und ihr Gehege gepflegt wird. Besucherinnen und Besucher können Ziegen und Kaninchen streicheln oder bei der Fütterung zuschauen. Ein dafür besonders geeigneter Platz ist der im Außenbereich befindliche Spielplatz, von dem aus das Tiergehege gut zu überblicken ist. „Es ist angedacht, noch weitere Tiere anzuschaffen, wie zum Beispiel Esel oder Alpakas. Allerdings sind diese Überlegungen noch nicht ausgereift“, erzählt Sven Holzmann, der hier sehr aktiv ist. Die Versorgung der Tiere durch die Bewohner besitzt einen hohen Stellenwert, da letztere so lernen, Verantwortung für andere Lebewesen zu tragen. Das langfristige Ziel ist hier, dass die Bewohnerinnen und Bewohner lernen, Verantwortung für ihr eigenes Leben zu übernehmen und dieses selbstbestimmt und eigenständig zu gestalten.

Rund um den Kohlberg gibt es zahlreiche Wanderwege, die in die umliegenden Umgebungen führen und von seltenen Wildblumen gesäumt sind. Der Quitmannsturm, eine Aussichtplattform, die einen Blick auf das Lenne- und das Ebbegebirge freigibt, ist fußläufig zu erreichen. Der Außenbereich des Kohlberghauses und seine Umgebung bieten Bewohnern und Bewohnerinnen sowie Besuchern und Besucherinnen die Möglichkeit, die Natur zu genießen und die Seele baumeln zu lassen. Ob für Naturverbundene oder Neugierige – ein Besuch lohnt sich in jedem Fall!